Monthly Archives: Oktober 2016

Bosch spart durch die Nutzung von 3D-Druckern mehrere Zehntausend Euro

Zortrax M200.

Allein in der Bosch-Produktionsanlage im französischen Mondeville wurden im Jahr 2015 durch den Einsatz mehrerer Zortrax M200 3D-Drucker über 80.000 Euro eingespart. Wie Bosch berichtet konnten mit Hilfe der 3D-Druck die Produktentwicklungsprozesse und -kosten deutlich optimiert werden.

Bosch Logo.Das multinationale Unternehmen Bosch beschäftigt in Mondeville mehr als 700 Mitarbeiter. Hier werden unter anderem elektronische und mechatronische Komponenten für die Automobilindustrie gefertigt. In den letzten 12 Monaten wurde eine Studie zu den Einsatzmöglichkeiten der 3D-Drucker durchgeführt. Viele Prozesse, zum Beispiel das Entwerfen, die Herstellung von Prototypen und auch die Fertigung von Werkzeugen für die einzelnen Fabrikarbeiter sind sowohl zeitintensiv als auch kostspielig. Die additive Fertigung bietet hier eine verlockende Gelegenheit, die Effizienz zu erhöhen, berichtet Zortrax in dem unten verlinkten Video.

Aufgrund der einfachen Bedienbarkeit, der hochwertigen Drucke und dem guten Ruf entschied man sich für 3D-Drucker des Typs Zortrax M200. Durch die folgende Rationalisierung konnten Kosten von fast 80.000 Euro eingespart werden. Der Plant Manager Frederic Boumaza äußerte dazu, dass „wir in wenigen Wochen 10-mal die Investition sparen“ konnten.

So wurden die Einsparungen erreicht

Zortrax M200.

3D-Drucker Zortrax M200 mit Zubehör. (Bild: © zortrax.com).

Die Montage einzelner Module erfordert Präzision, Detailgenauigkeit und zudem viel Zeit. Mit den neuen 3D-Druckern wurde keine Zeit für die Herstellung von Ersatzteilen verschwendet. Auch der Materialeinsatz war wesentlich geringer. So kosten beispielsweise Ersatzplastikkappen für den Kopf eines Roboters 450 Euro, wenn sie bei einem Lieferanten bestellt werden. Mit dem 3D-Drucker konnte eine solche Kappe binnen weniger Stunden hergestellt werden. Die Materialkosten betrugen dabei gerade einmal einen Euro.

In einem anderen Fall haben Ingenieure ein Werkzeug zum Verbinden von Drähten und einer Leiterplatte entworfen. Die Herstellung wäre von Hand nur schwierig möglich gewesen. Der 3D-Drucker benötigte für die Fertigung gerade einmal zwei Stunden.

Insgesamt werden nach Angaben des Plant Managers mehr als 15 Millionen Artikel jährlich produziert. Damit die Kontinuität und Qualität gewahrt bleibt, muss ein einwandfreier Zustand der Geräte gewährleistet sein. Mit den 3D-Druckern können viele unverzichtbare Teile sofort nachproduziert werden.

Die Zortrax 3D-Drucker werden in ununterbrochenen Zyklen eingesetzt. Ihre kompakte und robuste Bauweise trage dazu bei, dass die M200-Drucker kaum eine Wartung oder Anpassung benötigen.

Zortrax M200

Zortrax M200 3D Drucker
  • Plug & create No complicated calibration of the printer or software necessary. Just turn the printer on, upload the model and start printing.
  • Extruder Properly selected heating and cooling points in the extruder solve the common problem of inability to release material by the extruder. It can be caused by a change in the physical properties of material associated with temperature.

Studenten der LMU und TU München drucken Gewebe auf umgebauten Ultimaker

Ein Team von Studenten der LMU sowie der TU München hat einen Ultimaker 2+ zu einem 3D-Bioprinter umgebaut und stellt darauf mit einer speziell entwickelten Biotinte, genannt biotINK, Gewebestrukturen her. Beim Bioprinting von Gewebe wird meist Hydrogel verwendet um dreidimensionale Gerüststrukturen zu drucken, die danach mit Zellen versetzt werden. Das Forscherteam, dessen Projekt es auch unter die 300 […]

Der Beitrag erschien bei 3Druck.com unter der URL Studenten der LMU und TU München drucken Gewebe auf umgebauten Ultimaker

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Fraunhofer ILT und FH Aachen präsentieren neuen Low-Cost-3D-Drucker für KMU-Betriebe

3D-SLM-Drucker.

Auf der vom 15. bis 18. November 2016 in Frankfurt am Main stattfindenden formnext 2016 werden das Fraunhofer ILT und das GoetheLab der Fachhochschule Aachen einen neuen 3D-Drucker vorstellen. Die selektive Laserschmelzmaschine soll für 30.000 Euro erhältlich sein und vor allem klein- und mittelständischen Unternehmen für den 3D-Druck begeistern.

Fraunhofer ILT Logo. Das Fraunhofer ILT und das GoetheLab der FH Aachen sind eine Kooperation eingegangen und haben eine Maschine für Selektives Laserschmelzen entwickelt, die für klein- und mittelständische Unternehmen vom Preis her erschwinglich ist. Zugleich bieten die Hersteller ein umfangreiches Leistungspaket an, welches unter anderem die Unterstützung sowie die Schulung beinhaltet. Dadurch ist es nach Auffassung beider Parteien möglich, die Zusammenarbeit und den Übergang zur additiven Fertigung für die KMU besonders effektiv und vor allem reibungslos zu gestalten, berichtet der US-Blog „3ders.org“.

Was bietet der neue 3D-Drucker?

3D-SLM-Drucker.

Dieser 3D-SLM-Drucker ist vor allem für KMU konzipiert und wird auf der formnext 2016 erstmals vorgestellt. (Bild © Fraunhofer ILT, Aachen).

Der neue 3D-Drucker ist mit einem 140-W-Diodenlaser (Fokusdurchmesser 250 Mikrometer) ausgestattet, nutzt ein kartesisches Achssystem und ist in der Lage, Metallkomponenten herzustellen, die eine Höhe von 9 Zentimetern und einen maximalen Durchmesser von 8 Zentimetern aufweisen. Für das Aufstellen des 3D-Druckers wird eine Fläche von 1,3 x 0,8 x 1,4 Metern benötigt.

„Die Low Cost-Anlage erleichtert vor allem den Einstieg in den 3D-Metalldruck“, so der Projektingenieur am Fraunhofer ILT, Dawid Ziebura. Die mit dem 3D-Drucker hergestellten Edelstahlteile können beispielsweise als Prototypen, aber auch für die Endanwendung genutzt werden.

Abhängig von der Verwendung können die Nutzer unter anderem die Druckgeschwindigkeit sowie die Qualität anpassen. So lässt sich beispielsweise ein Edelstahlbauteil 1.4404 mit 55 Zentimetern Größe und einer Dichte von mehr als 99,5 Prozent innerhalb von 12 Stunden herstellen.

Zugleich ist es aber auch möglich, Zeit und Material einzusparen, wenn beispielsweise eine geringere Dichte gewählt wird. Dies ist beispielsweise durch Gitterstrukturen möglich, die 3D-Muster mit einer geringen Dichte, aber einer hohen Festigkeit erzeugen. Wird die Dichte auf etwa 20 Prozent reduziert, verringert sich die Druckzeit um bis zu 60 Prozent.

Belichtungsprozess und Druck der Gitterstrukturen. (Bild © Fraunhofer ILT, Aachen).

Belichtungsprozess und Druck der Gitterstrukturen. (Bild © Fraunhofer ILT, Aachen).

Wer sich über den neuen 3D-Drucker informieren und ihn in Aktion erleben möchte, hat vom 15. bis 18. November 2016 auf der formnext 2016, Halle 3.1, Stand E60, die Gelegenheit dazu. Alternativ besteht die Möglichkeit unseren 3D-Drucker-Newsletter zu abonnieren. Wir berichten kostenlos über die 3D-Druck-Themen der formnext 2016 und weitere aktuelle Entwicklungen zum 3D-Druck weltweit.

EOS stellt mit „EOS P 770“ ein neues Lasersinter-System vor

EOS P 770

EOS hat mit dem „EOS P 770“ ein neues Lasersinter-System vorgestellt. Die Produktivität soll eigenen Angaben zufolge 20 Prozent höher sein. Wir stellen den EOS P 770 einmal genauer vor.

Logo EOSDer 3D-Drucker-Hersteller EOS hat mit dem „EOS P 770″ sein neues Lasersinter-System für die Herstellung von Bauteilen bis ein Meter Größe vorgestellt. Das System verfügt über zwei Laser für die additive Fertigung großer Bauteile und der industriellen Herstellung mit hohen Durchsatz. Das EOS P 770 hat Herstellerangaben zufolge die größte auf dem Markt verfügbare Baufläche. Im Vergleich zum Vorgängermodell sei die Produktivität durch neue Hard- und Softwarefeatures 20 Prozent höher.

Als Druckmaterialien stehen zehn Kunststoffwerkstoffe und 18 Material/Schichtstärken-Kombinationen zur Verfügung. Das optimierte Temperaturmanagement sorgt für eine gesteigerte Beschichtungsgeschwindigkeit, während leistungsstärkere Laser für eine reduzierte Bauzeit der 3D-Objekte sorgen und so die Bauteilekosten sinken.

Außerdem wurden die digitalen Scanner verbessert um eine höhere Laser-Genauigkeit zu erreichen. Höchste Bauteilqualität wird mittels einer integrierten CoolDown-Station erzielt mit einem Schwerpunkt auf Farbtreue und Maßhaltigkeit. Dauerhafte und genaue Regelung der Prozesstemperatur wurde mit Punktpyrometern erreicht. Mit dem EOS ParameterEditor lassen sich eigene Belichtungsparameter basierend auf bewährten Startwerten festlegen.

EOS P 770

EOS P 770 (Bild © EOS).,

Das Lasersinter-System EOS P 770 bietet ein Bauvolumen von 700 x 380 x 580 mm und eine Baugeschwindigkeit von bis zu 32 mm pro Sekunde. Die Schichtdicke ist abhängig vom Werkstoff auf 0,06 bis 0,18 mm wählbar und die Scan-Geschwindigkeit während eines Druckvorgangs liegt bei maximal 2×10 m/s. Als optionales Zubehör sind die CoolDown Abkühlstation,  IPCM P, IPCM P plus, Auspack- und Siebstation und eine Strahlkabine erhältlich. Die Zielgruppe des EOS P 770 sind Industriekunden.

3D-Drucker begeistern Jugendliche in Osterholz-Scharmbeck

Banner Medienaktionstag

Beim Medienaktionstag in Osterholz-Scharmbeck haben vor allem die 3D-Drucker die zumeist jugendlichen Besucher begeistert. So konnten die Jugendlichen für den 3D-Druck eigene 3D-Modelle am PC kreieren und anschließend mit einem 3D-Drucker ausdrucken.

Logo Campus Osterholz ScharmbeckIm Rahmen eines Medienaktionstages „Medienaktionstag: Medien gestern und Heute“ am 29. Oktober 2016 auf dem Campus des Gymnasiums Osterholz-Scharmbeck im Medienhaus, wurde das Bewusstsein der Besucher für alte wie neue Medien geschärft. Die 3D-Drucker standen bei den vorwiegend jugendlichen Besuchern besonders im Fokus. Die Jugendlichen lernten wie ein 3D-Modell auf dem Rechner gestaltet und im Anschluss mit einem 3D-Drucker ausgedruckt wird. Der 3D-Druck war für die Jugendlichen das absolute Highlight auf dem Medienaktionstag, berichtet das „Osterholzer Kreisblatt“.

Neben dem 3D-Druck begeisterte auch die Erstellung von Trickfilmen mit Lego- und Playmobilfiguren die Teenager. Mit einem iPad und einer App wurden acht bis zehn Einzelbilder aufgenommen. Die Einzelbilder wurden dann durch automatisches Zusammenfügen zu einem Trickfilm (Stop Motion Filmtechnik). Bei den Jungs standen Autounfälle hoch im Kurs und bei Mädchen Babys, die mit einem Kinderwagen aus dem Krankenhaus geschoben wurden.

Annette Otto von der VHS Osterholz-Scharmbeck präsentierte ihre virtuelle Schnitzeljagd durch die Kreisstadt, bei der jugendliche Flüchtlinge mit ortsanässigen Erwachsenen auf Erkundungstour geschickt wurden. Auf diese Weise lernten sie die deutsche Sprache und ihre neue Heimat besser kennen, während die ältere Generation spielerisch an die neuen Medien mit menschlichen Begegnungen herangeführt wurde.

Neben 3D-Druckern und Filmtechniken standen auch die Themen Schreibmaschine, PC, Spielekonsole und Spartphones auf dem Programm.